Christian Hirsch

Christian Hirsch

Studium der Archäologie, Geschichte und Landschaftsökologie / Geschichte in Münster. Abschluß im Fach Archäologische Wissenschaften in Bochum. Abgeschlossen mit einem Bachelor of Arts (B.A. of Honors).

Während des Studiums Projektmitarbeiter bei verschiedenen wissenschaftlichen und nicht wissenschaftlichen Projekten der Stadtarchäologien Duisburg und Münster. Darunter gutachterliche Tätigkeiten, Katalogisierung von Artefakten und Assistent der Archivleitung des Stadtarchivs, Abteilung: Stadtarchäologie Duisburg.

Mitarbeiter der archäologischen Abteilungen der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, unter anderem Beteiligung an den Grabungen: Duisburg-Huckingen/Düsseldorf des LVR, Leitung: Herr Felix Schreiber M.A.; Stadtkerngrabung „Am alten Fischmarkt“ des LWL. Leitung: Frau Dr. Aurelia Dickers.

Projektmitarbeiter bei der Digitalisierung des Katalogs des Zentralen Fundarchives des LWL-Archäologie in Westfalen; An den Speichern 12, 48157 Münster.

Mitarbeiter in der Zentralverwaltung des LWL-Archäologie für Westfalen; An den Speichern 12, 48157 Münster.

Darüber hinaus langfristiger Mitarbeiter bei verschiedenen privaten Grabungsfirmen.

Domestikation von Nutz- und Futterpflanzen: Nutz- und Futterpflanzen als Quelle zur Erklärung sozialer, ökonomischer und ökologischer Veränderungen; Besitz und Verwendung als Ausdruck der sozialen Gruppenidentität und die Beziehung zum Individuum; Beziehung zwischen individueller res cogitans und Wandel bei der Nutzung natürlicher Ressourcen (Landschaft, Holz, Pflanzen) durch das Individuum, so wie die daraus resultierenden gesellschaftlichen Veränderungen

Landschaftsnutzung. Landschaft als Ressource: Wandel von Naturraum zu Kulturraum; Archäobotanische Ansätze zur Erklärung (ökonomischen) menschlichen Handelns

Archäobotanische Methodik

Verbindung von Kommunikation und sozio-ökonomischen Beziehungen: Rolle der Kommunikation, Bild, Schrift und Sprache bei der Nutzung von Pflanzen und anderen natürlichen Ressourcen

Projekt

Die von mir hier vorgestellte Arbeit, steht im Zusammenhang mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt in Sakdrissi/Georgien. Georgien ist für das Institut von Interesse wegen seiner alten Bergbautradition (DBM 2022, o.S.) 

Wie auf der Karte zu sehen, liegt der Ort Sakdrissi im Südosten Georgiens. Die beiden nächstgelegenen Städte sind Kosalari und Nakhiduri. Der Ort ist allgemein bekannt für seinen frühbronzezeitlichen Bergbau. Allerdings haben die Arbeiten unseres Institutes gezeigt, daß der Ort als Goldbergbauregion schon bedeutend länger genutzt wurde (DBM 2022, o.S.). Die eigentliche Grabungsstätte liegt am Nordrand des Kleinen Kaukasus. Bei der Freilegung Kura-Araxes zeitlicher und chalkolithischer Strukturen auf dem Plateau von Dzedzwebi wurden auch hervorragend erhaltene Strukturen einer eisenzeitlichen Siedlung entdeckt und dokumentiert. Funde und Befunde dieser Periode werden derzeit am Deutschen-Bergbau Museum aufgearbeitet.  

Im Zentrum meines Interesses steht die archäobotanische Bearbeitung der pflanzlichen Großreste aus der eisenzeitlichen Siedlung von Dzedzwebi. Die Proben stammen aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt Salz, Kupfer, Gold: Früher Bergbau im Kaukasus unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Stöllner (DBM/RUB) das in Zusammenarbeit mit Dr. Irina Gambaschidze (Otar-Lordkipanidze-Institut für Archäologische Forschungen Georgisches Nationalmuseum, Tbilisi, GE) seit vielen Jahren durchgeführt wird.

Im Rahmen meines Masterabschlussvorhabens werde ich mich mit archäobotanischen Fragestellungen zum Fundplatz auseinandersetzen und hoffe hier meine oben genannten Forschungsinteressen einbringen zu können. Da es hier um pflanzliche Ressourcennutzung geht, erhoffe ich mir in der Teilnahme am Reform-Projekt sowohl weitere Anregungen als auch meine Fragestellungen aktiv einbringen zu können. Eine nähere Spezifizierung meiner Ziele wird an dieser Stelle mit dem Beginn meiner Abschlussarbeit erfolgen. Derzeit werden die Proben von mir vorbereitet und das pflanzliche Material ausgelesen um eine zeitgerechte Durchführung der Masterarbeit zu gewährleisten.

Die Fragen und die Thematik meines  Projektes passen zu den von ReForm vertretenen Forschungsfeldern: Resources and Scales of Production and Consumption, Resources and Practices, Resources and Identity und Ressources and Social Transformation.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch für die Unterstützung des Masterabschlussprojektes bei Professor Dr. Thomas Stöllner (DBM/RUB) und Frau Dr. Nicole Boenke (Archäobotanik RUB) bedanken.

Weiterführende Literatur

  • DBM (2022) [online]: https://www.bergbaumuseum.de/forschung/forschungsprojekte/projekt-detailseite/salz-kupfer-gold-frueher-bergbau-im-kaukasus-vorher-gold-in-georgien.
  • RUB (2022) [online]: https://www.ruhr-uni-bochum.de/archaeologie/forschung/projekte/bergbaukaukasus.html.de.
  • Stöllner T., Gambaschidze I. (2018): Das prähistorische Siedlungsplateau Dzedzwebi nahe Balitschi in Unterkartli In: Giemsch L., Hansen S. (Hrsg.), Gold und Wein. Georgiens älteste Schätze. Begleitband zur Sonderausstellung, Frankfurt a. M. 2018/2019 (Mainz 2018) 150-157.

 

Der Text ist in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Nicole Boenke entstanden.