Der Mensch sieht sich permanent mit Veränderungen konfrontiert. Für ein tieferes Verständnis von Gesellschaften und ihren Lebenswelten ist aufschlussreich, wie der Mensch auf solch transformative Prozesse reagiert, sie auslöst oder an ihnen beteiligt ist. Dabei kommt zumeist Ressourcen eine entscheidende Rolle zu: Sie drücken aus, was Menschen als relevant für ihr Leben empfinden um etwa physische, soziale oder religiöse Bedürfnisse zu stillen und sind. Ressourcen sind so auf vielfältige Weise in die Konstruktion von Gesellschaften eingebunden.
Mit ReForm soll das transformative Potential von Ressourcen erforscht werden, das besonders bezogen auf sozio-ökologische Aspekte als erheblich nicht nur für die Menschheitsgeschichte, sondern auch für die Gegenwartsgesellschaft einzuschätzen ist. In einem multiperspektivischen Ansatz wollen die Projektpartner der Geistes-, Sozial-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften exemplarisch untersuchen, wie Menschen durch verschiedene Praktiken mit ihrer materiellen Umwelt verflochten sind und wie soziale Institutionen während dieser Prozesse entstehen und sich verändern. Ziel ist die Entwicklung von Theorien mittlerer Reichweite und deren Überprüfung beispielsweise anhand agentenbasierter Modellierungen verschiedener Datensätze.
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