Hanna Arndt
Ich habe meinen Bachelor in Archäologischen Wissenschaften sowie meinen Master in Vor- und Frühgeschichte und Klassischer Archäologie an der Ruhr-Universität Bochum absolviert. Während meines Studiums war ich als wissenschaftliche Hilfskraft an mehreren Forschungsprojekten beteiligt, die sich hauptsächlich mit Bergbauarchäologie befassten. Von 2024 bis 2025 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt, und seit 2026 arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Bergbaumuseum Bochum. Seit 2022 arbeite ich für das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg am Projekt „Neolithischer Bergbau im südlichen Schwarzwald“, das seit 2025 als Kooperationsprojekt mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt wird und in dem ich eine koordinierende Rolle übernommen habe. Das Projekt konzentriert sich insbesondere auf den neolithischen Hämatitbergbau und bildet die Grundlage meiner Doktorarbeit.
Forschungsinteressen
Meine Forschungsinteressen konzentrieren sich auf den prähistorischen Bergbau und die Nutzung mineralischer Ressourcen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Pigmenten wie Hämatit und Ocker liegt. Mein besonderes Interesse gilt den technologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Dimensionen der Rohstoffbeschaffung während der Jungsteinzeit. Dazu gehören die Untersuchung früher Bergbauaktivitäten, die Herstellung und Verwendung von Pigmenten sowie die Rolle von Steinwerkzeugen bei der Gewinnung und Verarbeitung. Ein zentraler Aspekt meiner Arbeit betrifft die Frage, wie bestimmte Ressourcen in soziale Praktiken, Wissenssysteme und Kulturlandschaften eingebettet sind. Durch die Kombination von technologischen Analysen, räumlichen Ansätzen und Provenienzstudien möchte ich besser verstehen, wie mineralische Ressourcen in prähistorischen Gemeinschaften erschlossen, verarbeitet und in Umlauf gebracht wurden. Aus dieser Perspektive leistet meine Forschung einen Beitrag zu breiteren Diskussionen über Ressourcenmanagement, technologisches Wissen und die kulturelle Bedeutung von Materialien in prähistorischen Gesellschaften.